Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremerhaven

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Inhalt: Die Chronik des Wasser- und Schifffahrtsamtes

4. Jh.
Bereits im 4. Jahrhundert gibt es Schifffahrt auf der Unterweser.

965
Kaiser Otto I verleiht Bremen das Marktrecht.

Um 1000
Beginn der Küstenschifffahrt zwischen Bremen und Ostseehäfen.

1218
Bau des Ochsenturms in Imsum (Landmarke für Schiffahrt)
Bremen kämpft um die Zufahrt zur freien See.

1410
Es gelingt dem Bremischen Rat ein wichtiger Vertragsabschluss mit dem friesischen Hãuptling Edo Wymeken von Jeverland,
in dem Bremen das Recht erwirbt, auf Mellum Baken zu setzen und auf dem Roten Sande Tonnen zu legen.
Im gleichen Jahr wird auf Mellum eine Kape(Bake) errichtet.

1426
Zur Deckung der Kosten für die Bezeichnung des Fahrwassers verordnet der Bremische Rat
die Erhebung eines Tonnen- und Bakengeldes auf der Weser.
Ab 1483 nimmt die Aufgabe des Tonnen- und Bakenwesens das Kollegium der Älterleute,
die Kaufmannschaft (später Handelskammer), wahr.
Diese Erhebung des Tonnen- und Bakengeldes wird erst mit der Inflation im Jahre 1923 aufgehoben.

15. Jh.
Die Oldenburger Grafen werden Bremens Gegner im Kampf um die Stromhoheit.

1511/23
Oldenburg dehnt seine Herrschaft auf das gesamte linke Weserufer aus.

1541
Kaiser Karl V bestätigt das Recht:
"one alle verhinderung, aufhaltung der schiffe, sperrung der Weser, und steigerung der zolle zu farn und zu fischen,
seher über zu lande und zu wasser nieder zu werfen und zu recht zu bringen,
auch sehetunnen und baken zu legen und aufzurichten und davon zu erstattung der uncosten wie von alter her einzunehmen."

Bremen besitzt dadurch die Hoheitsgewalt über den Strom und sichert die Schiffahrt jetzt durch bewaffnete Konvoischiffe.
Für diese Sicherungsdienste wird von der Schifffahrt ein zusätzliches Konvoigeld in Höhe von 1,5 % des Warenwertes erhoben.

1600
Die Weser versandet im stadtnahen Teil.
Die Seeschiffe müssen auf dem Strom in Leichter umschlagen.

1619/22
Bau des Hafens in Vegesack, starke Verschlickung.

1623
Graf Anton Günther von Oldenburg erhält von Kaiser Ferdinand II das Privileg des Elsflether Weserzolls.(bis 1820)
Bremen widersetzt sich mit Waffengewalt. Über die Stadt wird die Reichsacht verhängt.

1642
93 Tonnen bezeichnen das Fahrwasser der Außenweser (AW)

1664
Am 20.4.1664 wird die "Schlüsseltonne" sie hatte einen vergoldeten Schlüssel als Toppzeichen,
in Sichtweite des Oldenburger Leuchtturmes auf Wangerooge, an der Seegrenze,
als Ansteuerungstonne ausgelegt. Zweifellos eine Demonstration hoheitlicher Macht auf dem Strom.

Schlüsseltonne

Schlüsseltonne

1680
Vegesack versandet, Umschlag vor Elsfleth; später vor Brake in Leichter.

1690
Walfang blüht auf.

1697
Nach langen Verhandlungen mit Oldenburg erhält Bremen die Erlaubnis auf dem "Hohen-Weg-Watt" eine Kape (Bake) zu errichtet.
Auf dem Smidtsteert (Hohe-Weg-Watt) wurde daraufhin eine Bake errichtet.
1783 wurde, nachdem diese Bake abbrannte, ca. 1500m südlich eine neue, die "Bremer Bake" gebaut.
Diese Bake diente während des Baues des Leuchtturms Hoheweg, i.d.J. 1855/56, als Unterkunfts- und Lagerraum.

Bremer Barke

Bremer Barke

1738
Erste Unterweservertiefung scheitert an unzureichendem Baggergerät.

1825
Der "Wurster Arm" wird Hauptfahrwasser.

1827 - 1830
Am 1.7. 1827 gründet Bürgermeister J. Smidt Bremerhaven.
Der holländische Wasserbauingenieur van Ronzelen erhält den Auftrag zum Hafenbau nördlich der Geeste.
Eröffnung des "Alten Hafens".

1830
Wird der 750 m lange und 115 m breite "Alte Hafen" in Betrieb genommen.
Erste Leuchttonnen mit Gasfüllung , dazu Tonnenleger ( Barsen ) und Tonnenhöfe.

1835
Oldenburg erklärt Brake zum Freihafen.

1853/55
Der Bremer Architekt Simon Loschen baut den "Leuchtturm Bremerhaven".
Heute, in Verbindung mit dem 1893 gebauten "Bremerhaven Unterfeuer", Oberfeuer der Richtfeuerlinie Bremerhaven.

1855/56
Bau des Leuchtturmes "Hohe Weg" unter Leitung des Baurats und Hafenbaudirektors J.J. van Ronzelen.

Leuchtturm Hohe Weg

Leuchtturm Hohe Weg

1866
Stromspaltung durch die "Imsumer Plate"
Hauptfahrwasser mit 5,2 m unter Tideniedrigwasser durch "Langlütjen Arm".
Die Reichsgründung von 1871 hat einen allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge.
Dies ist die Voraussetzung für die folgenden Ausbauten der Weser .

Die Reichsgründung von 1871 hat einen allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge. Dies ist die Voraussetzung für die folgenden Ausbauten der Weser.

1872/76
Bau des Fort Langlütjen II in der Außenweser

1872/78
Bau des Kaiserhafens in Bremerhave

1874
Auslegen von Feuerschiffen in der Außenweser

Feuerschiff Bremen

Weser-Feuerschiff "Bremen" um 1875

1875/81
Wasserbau-Ingenieur Ludwig Franzius stellt einen Korrektionsplan für die Unterweser (UW) auf .
5 m tiefgehende Schiffe sollen mit der Flut Bremen erreichen können .
( Zu dieser Zeit betrug die Fahrwassertiefe auf Teilstrecken ca. 2 m, der Tidenhub 20 cm )

1876
Errichtung eines Tonnen- und Bakenamtes in Bremen mit dem Tonnenhof in Bremerhaven an der Geeste.

Erster Amtsleiter ist Barsemeister Johannes Sellmann.

1877
Am 1. Juli wird aus dem Tonnenhof das Tonnen- und Bakenamt Bremerhaven.

1880/81
1. Versuch zum Bau des Leuchtturmes "Roter Sand":
Senkkasten wird durch Sturmflut zerstört.

1883/85
2. Versuch gelingt.
Am 1. November 1885 um Mitternacht wird das Leuchtfeuer angezündet und endgültig in Betrieb genommen.

Leuchtturm Roter Sand

Leuchtturm Rotersand um 1955

1881/87
Der "Norddeutsche Lloyd" stellt Schnelldampfer mit 7,8 m Tiefgang in Dienst, die Bremerhaven anlaufen sollen.

1886/87
Bau der Leuchttürme auf dem "Eversand"

1886/88
Bau des Europahafens

1889
Bis 1889 gab es keine strombaulichen Maßnahmen.
Anpassung des Fahrwassers durch Verlegung der Tonnen

1889
1. Korrektionsplan für die Außenweser durch Franzius und Bücking ( km 65 - 80 )

1887/95
1.Unterweserkorrektion durch Franzius nach Staatsverträgen mit Preußen und Oldenburg .
Bremen kann wieder von Seeschiffen erreicht werden.
Vor der Korrektion: Starke Krümmungen, Barrenbildungen, seitliche Einschränkungen und Stromspaltungen mit zum Teil gleichwertigen Armen.
Erste Korrektionsmaßnahme: 1883/86 Durchstich der "Langen Bucht" (Starke Flußkrümmung gleich unterhalb der Stadt auf bremischem Gebiet)
Ab 1887 Räumung von 55 Mio. m³ Boden, davon 29 Mio. m³ durch Baggern, 26 Mio. m³
durch verstärkte Räumkraft des Stromes.Einschränkung und Abriegelung des Nebenarms.
Sohlbreiten: Brhv. bis Brake 150 m, bis Bremen auf 70 m abnehmend.

Ab 1890
Oldenburg baut Pieranlagen in Brake und Nordenham.

1891/95
Bau des 6 km langen Leitdammes an der "Franzius Plate" und des 1,6 km
langen Imsum Leitdammes.

1894
Erstmaliger Einsatz von Saugbaggern auf der Außenweser.
Die von Franzius vorgesehene Vertiefung auf 7,3 m unter Tidenniedrigwasser ist in der Außenweser erreicht.

Tonnen und Barken Amt 1985

Das Gelände des heutigen Wasser- und Schifffahrtsamtes um 1895

1892/97
Bau der Kaiserschleuse: B = 28 m, T = 9,5 m, L = 223 m

1903
Bau des Tonnenschuppens. Am Giebel des Schuppens sind noch immer die Wappen der Gründungsländer des Tonnen- und Bakenamtes verewigt:
Preußen, Bremen und Oldenburg
Bau des Wasserstandsanzeigers am Weserdeich in Bremerhaven.

Giebel Tonnenschuppen.

1906
Der 2. Ausbauplan für die Außenweser mit 10 m Tiefe unter Seekartennull wird durchgeführt, die Tiefe jedoch nicht erreicht .

1906/09
Bau des Kaiserhafens II in Bremerhaven.

1906/11
Bau des Wehres in Hemelingen nach Staatsvertrag mit Preußen.
Das "Regelfrachtschiff des Weltverkehrs" hat einen Tiefgang von 7 m erreicht.

1907
Erweiterung des Befeuerungssystems durch Auslegen des Feuerschiffes "Norderney",
Bau der Leuchtbake an der Robbenplate,
der Leuchttürme "Solthörn" ( 1904 ) und "Brinkamahof" ( 1912 )

Fauerschiff Norderney

Feuerschiff Norderney

1908
Einzug der Funktechnik in das Schifffahrtszeichenwesen (Erstes Funkfeuer auf der Insel Rügen).

1910/26
Bau der Buhnen Weser-km 70,200 bis 75,000 rechtes Ufer zur Stützung des Fahrwassers.
Bau des Leitdammes "Robbensüdsteert".

1906/11
Das "Regelfrachtschiff des Weltverkehrs" hat einen Tiefgang von 7 m erreicht .

1911
Übergabe der Amtsleitung von Barsemeister Johannes Sellmann an Barsemeister Heinrich Brehme.

1913/15
7-m-Ausbau der Unterweser, Vertiefung wird durchgeführt.
Die vorgesehenen Fahrwasserverbreiterungen unterbleiben wegen des Ersten Weltkrieges .

1914
Beginn des Buhnenbaues zur Festlegung des Fahrwassers im "Wurster Arm".
Bau des Leuchtturms „Geestemole Nord“.

1920/30
Bau des Leitdamms „Robbennordsteert“.

1921
Übernahme der Wasserstraße Weser durch das Reich (Reichswasserstraßenverwaltung).
Das Tonnen- und Bakenamt Bremerhaven heißt jetzt Wasserstraßenamt.
Entwurf und Ausbau des "Fedderwarder Armes" zum Hauptfahrwasser
mit 10 m unter SKN und 200 m Breite.

1921/23
Erweiterter 7m-Ausbau. Sohlenlage von Überseehäfen bis km 21 ansteigend mit dem Erfolg,
dass Schiffe bereits 4 Stunden vor Tidehochwasser in Bremen abfahren
und großen einlaufenden Schiffen schon bei Elsfleth oder Brake begegnen können.

1922/28
Ausbau des "Fedderwarder Armes" und Umgestaltung der Befeuerung.
Verlegung des Hauptfahrwasser der Außenweser vom "Wurster Arm" in die "Hoheweg Rinne"

1923/28
Bau der Buhnen Weser-km 72,00 bis 84,200 linkes Ufer zur Stützung des Fahrwassers.

1924/25
Bau des Leuchtturmes "Robbenplate" unter Ludwig Plate.

LT Robbenplate

Leuchtturm Robbenplate

1924/26
Bau des Leitdammes "Langlütjen-Nordsteert"

1925/29
8-m-Ausbau der UW;
durch den Staatsvertrag von 1921 und den Zusatzvertrag verpflichtet sich das Reich, den Strom derart auszubauen,
dass das jeweilige Regelfrachtschiff unter Ausnutzung der Tide Bremen erreichen kann.
Vertiefung und Sohlenverbreiterung auf 100 m zwischen Vegesack und Bremen

1928/31
Bau der Nordschleuse : B.= 45 m, T = 14,7 m, L = 372 m

1834
Übergabe der Amtsleitung von Barsemeister Heinrich Brehme an Barsemeister Goldsweer.

1938
Entwurf für Fahrwasservertiefungen in der AW auf 12 m unter Seekartennull.

1939
Übergabe der Amtsleitung von Barsemeister Goldsweer an Regierungs- und Baurat Dr. Baumeister.

1939/45
II. Weltkrieg verhindert Ausbau, Fahrwassertiefe geht auf 9 m
unter Seekartennull zurück.

1942
Sank der Tonnenleger "Weser" nach einem Zusammenstoß mit einem U-Boot.
Noch im gleichen Jahr wird der TL "Langeoog" in Dienst gestellt.

1947
Übergabe der Amtsleitung von Regierungs- und Baurat Dr. Baumeister an Regierungs- und Baurat Dormann.

1949
Nach dem Krieg übernahm die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes die Aufgaben der Reichswasserstraßenverwaltung.
Das Wasserstraßenamt Bremerhaven ändert seinen Namen in Wasser- und Schiffahrtsamt.

1952
Übergabe der Amtsleitung von Regierungs- und Baurat Dormann an Regierungs- und Baurat Wellmann.

1953/58
8,7-m-Ausbau der UW, Abflachung des "Braker Buckels" auf rd. 8,0 m.
( Der 8,7-m-Ausbau erforderte 10 Mio. DM . Schiffe mit 8,7 m Tiefgang
können von und nach Bremen verkehren . Bei enger Anpassung an die
Tide sogar Schiffe mit 9,6 m Tiefgang ).

1953/59
Landradarversuchsstationen an Elbe und Weser.
Zitat Nordseezeitung vom 07.10.1965:
„Mit dankenswerter Unterstützung des niederländischen Verkehrsministers gelang es, 1952/53 zwei niederländische Radargeräte für die Elbe
und etwas später durch Zusammenarbeit deutscher und englischer Industrie ein britisches Radargerät für die Weser leihweise zur Verfügung gestellt zu bekommen.
Mit ihnen wurden die notwendigen praktischen Versuche durchgeführt.
Im Oktober 1953 waren diese ersten Radargeräte und die UKW Stationen in Cuxhaven und etwas später in Bremerhaven zum Versuchsbetrieb fertig“.

1959
Bau der Radarstation Blexen.

RSt Blexen

Radarstation Blexen

1954/67
Wiederherstellung der Vorkriegstiefe auf 10 m unter Seekartennull und Sicherung des Fahrwassers in der Außenweser
durch Wiederherstellung und Neubau von Buhnen, sowie der Leitdämme Langlütjen
und Robbensüdsteert.Aufhöhung des Leitdammes "Robbennordsteert". Baukosten 18 Mio. DM.

1957
Übergabe der Amtsleitung von Regierungs- und Baurat Wellmann an Regierungsbaudirektor Otto Blumers.

1959/68
Bau des Leitdamm „Robbenplate“ als Verbindung zwischen den Leitdämmen
„Robbensüdsteert“ und „Robbennordsteert“.

1959/65
Aufbau der Landradarkette an der Außenweser.

1960
Ufersicherung vor Nordenham durch 10 Großbuhnen für 10 Mio. DM.
Bau der Neustädter Häfen in Bremen.

1961
Einrichtung einer provisorischen Radarzentrale in Weddewarden.

1961/64
Bau des Leuchtturmes "Alte Weser".
Verbesserungen der Anlagen zur Sicherung der Schiffahrt bei unsichtigem Wetter durch Errichtung einer Sicherungsradarkette
mit dem Umbau der Leuchttürme "Hohe Weg" und "Robbenplate" zu Radarstationen und Einrichtung eines UKW-Betriebsfunks.

Leuchtturm Alte Wesee, beim Auskorben zum Tonnenleger Brunno Illing

Leuchtturm Alte Weser mit dem Tonnenleger "Bruno Illing" beim auskorben.

1963
31.05.1963: Richtfest Leuchtturm „Alte Weser“.
04.07.1963: Richtfest Richtfunkturm „Bremerhaven“.

1964
Für die Unterhaltungbaggerungen in der Unter- und Außenweser wird der Saugbagger "Ludwig Franzius" in Betrieb genommen.
1964 01.09.1964: Inbetriebnahme Leuchtfeuer „Alte Weser“.
Am 24.09.1964 verläßt die letzte Besatzung den Leuchtturm „Roter Sand“.

1965
06.09.1965 Inbetriebnahme der Radarkette und der Radarzentrale in Bremerhaven.

Turm mit Zentrale

Richtfunkturm mit Revierzentrale

1965/66
Bau des Leuchtturmes "Tegeler Plate" nach einem neuartigen
Einspülverfahren und Einziehen des Feuerschiffes "Bremen".

Tegelerplate im bau

Bau des Leuchtturms Tegelerplate

1966
Der 9-m-Ausbau der Unterweser ist vorbereitet,
Schiffe von 10 bis 10,5 m Tiefgang sollen Bremen anlaufen können.
Beginn der Automation und Fernsteuerung aller Leuchtfeuer der Außenweser.

1968
Inkrafttreten des Bundeswasserstraßengesetzes am 2. April 1968. Genehmigung des Entwurfs -12m - Ausbau der AW.
Der Tonnenleger "Bruno Illing" wird als Ersatz für den Dampf-Tonnenleger "Langeoog" in Dienst gestellt.

Tonnenleger Bruno Illing

Tonnenleger Bruno Illing

1970
Bau der Leuchtbaken "Langlütjen" -Oberfeuer und -Unterfeuer.
Beginn der Baggerarbeiten zum 12m Ausbau der Außenweser.

1971
Inkrafttreten der neuen Seeschifffahrtsstraßen Ordnung ( 01.11.1971 )

1972
Beginn des 9m-Ausbaues der Unterweser zwischen Bremerhaven und Nordenham.
Verlängerung und Erneuerung der Pontonanlage in Blexen.

1973
Bau der 3 Leuchtfeuer im Fischereihafen.
Automation und Fernsteuerung aller Leuchtfeuer der Außenweser beendet.
Am 02.07.1973 wird die letzte Turmbesatzung vom Leuchtturm
"Hohe Weg" abgezogen.

Wasserstandsanzeiger Bremerhaven wird außer Betrieb gesetzt.

Abloesung Hohe Weg 1973

Ablösung Hoher Weg 1973

1974
Bau der Richtfeuerlinie "Hofe" in der Außenweser.
1. Teilstrecke des 9-m-Ausbaus bis Nordenham ist fertiggestellt.

1975
Am 17.01.1975 wird der Dampfer "Welle" außer Dienst gestellt
und im März an einen Bremer Gastronom verkauft.

1975/80
Aufbau der Radarkette an der Unterweser mit den Radarstationen- Dedesdorf,
Luneplate, Sandstedt und Harriersand.

1976
Bau der Richtfeuerlinie "Dwarsgat" in der Außenweser.

1976/78
Bau der Schaltstellenschutzräume Großensiel, Bremerhaven
und Rechtebe.

1977
Übergabe der Amtsleitung von Regierungsbaudirektor Otto Blumers an Baudirektor Dr. Günter Hovers.

1977/78
Bau der Richtfeuerlinien "Flagbalgersiel" und "Reitsand" in Nordenham.

1978
Errichtung eines Sinkstückbindeplatzes in Blexen.

Sinkstückbindeplatz

Sinkstückbindeplatz Blexen

1978/80
Neugestaltung der Revierzentrale in Bremerhaven.

1979
Am 1.1.1979 übernimmt das WSA Bremerhaven Aufgaben und Personal des WSA Brake.
Umfangreiche Strombaumaßnahmen am Leitdamm "Langlütjen"

1979/81
Neubau des Dienst- und des Sozialgebäudes des WSA-Bremerhaven.

Dienstgebäude

1980
Bau der Richtfeuerlinie "Osterpater" in der Unterweser
Übergabe der Amtsleitung von Baudirektor Dr. Günter Hovers an Baudirektor Horst-Hans Kaiser.

1980/89
Neubau und Sanierung von 39 Buhnen in der Außenweser und von 70 Buhnen in der Unterweser.

Buhnenbau

Sinkstück- und Steintransport für den Buhnenbau in der Außenweser

1981
Am 23. Januar 1981 beginnt der Betrieb der Radarkette Unterweser.
Demontage der Leuchtbake "Brinkamahof" ( Weddewarden UF) wegen der Erweiterung des Container-Terminals.
Bau der Richtfeuerlinie "Solthörn" als Ersatz für die Feuerlinie Wedderwarden.
Das Wedderwarden OF wird umgesetzt und übernimmt die Aufgabe des Imsum OF.
Feuerschiff "Weser" wird am 15.08.1981 eingezogen

Demontage Leuchtbarke Brinkamahof

Abtransport nach der Demontage der Leuchtbake "Brinkamahof"

1982
Teilsanierung der Geestekaje, Sanierung des Richtfunkturms,
Errichtung eines Sinkstückbindeplatzes in Klippkanne (Brake).
Übergabe der Amtsleitung von Baudirektor Horst-Hans Kaiser an Baudirektor Volkhardt Wetzel.

1982/85
Aufbau der Radar- und Schiffsdatenverarbeitung in der Revierzentrale

1983
Bau der Radarstation "Tettens" als Ersatz für die Radarstation "Blexen"

1984
Bau der Radarstation "Wurster Arm" als Ersatz für die Radarstation "Robbenplate".

1984/92
Neubau und Sanierung von 80 Buhnen in der Unterweser
und an den Inselspitzen Strohauser Plate Nord, Strohauserplate Süd und Harriersand Nord.

1985
Inbetriebnahme der Schiffsdatenverarbeitungsanlage.
Erneuerung der Rdaranlagen auf den Leuchttürmen "Alte Weser" und "Hohe Weg".
Damit ist der Abschluß der Erneuerung der Landradarkette Außenweser erreicht.

1986
Leuchtturm "Roter Sand" wird am 11.11. 1986 gelöscht.
Bau der Richtfeuerlinie "Nordenham",
Sanierung LT "Hoheweg"

1987
Sanierung des Leuchtturmes "Roter Sand" im Sockelbereich (Überstülpen einer Stahlmanschette).
Verlegung des Pegel Nordenham vom Standort Midgard-Pier zum neuen Unterfeuer „Nordenham“.
Übergabe der Amtsleitung von Baudirektor Volkhardt Wetzel an Baudirektor Heinz-Jürgen Pohl.

Rotersand Sanierung

Überstülpen einer Stahlmanschette am Leuchtturm "Roter Sand"

Am 9.10.1987
wird der Turm an die "Deutsche Stiftung Denkmalschutz"
zum dauernden Besitz abgegeben.
Saugbagger "Ludwig Franzius" wird am 31.12.87 außer Dienst gestellt.

1988
Zuwegung zur Radarstation Tettens hergestellt.

Nov. 1989
Land Bremen stellt einen Antrag beim Bund auf eine Vertiefung der Außenweser auf 14m unter SKN.

1990
Erneuerung des Stromkakels vom LT "Hoheweg" nach Langwarden
Pegel "Ruschplate" demontiert (Schrott).
Schiffahrts- u. hydrol. Pegel Rechtenfleth gebaut (Ersatz für Ruschplate).
Hydrol. Meßschiff "Tide" wird in Dienst gestellt.
Strandbad QM demontiert (an die Stadt Aurich abgegeben)

1991
Richtfeuerlinie „Midgard“ außer Betrieb.

1992
Der Leuchtturm "Robbenplate" wird durch Anbringen einer Aluminiumverkleidung saniert.
Die Planungen für den 14-m-Ausbau der Außenweser beginnen.
Am 11.11.1992 wird das Bremerhaven UF versetzt.
Signalstelle (ehem. Wasserstandsanzeiger) außer Betrieb.
Übergabe der Amtsleitung von Baudirektor Heinz-Jürgen Pohl an Baudirektor Wilfried Rodiek.

1992/97
Erweiterung der Verkehrszentrale.
Einweihung am 7.5.1997. Vergrößerung des Gebäudes um einen 16 x 11m großen Anbau.
Ausrüstung des Verkehrsüberwachungsraumes mit Radar Tagessichtgeräten.

1993
Richtfeuerlinie „Wremerloch“ und „Dwarsgat“ Oberfeuer
werden wegen Verlegung des Fahrwassers versetzt.

1994
Richtfeuerlinie „Langlütjen“ und „Imsum“ Unterfeuer
werden wegen Verlegung des Fahrwassers versetzt.
Inbetriebnahme der Wasserstandsdaten-Fernübertragung (WDFÜ) mit Pegeldatenfunk.

Transport LaLü

Versetzung der Richtfeuerlinie „Langlütjen“

1996
Alu-Verkleidung LT Hoheweg.
Rückbau der Anlege-Brücke LT "Hoheweg".

1996/97
Erneuerung der Schiffsdatenverarbeitung.

1997/98
Einrichtung von Salzgehaltsmessstellen für die Beweissicherung zum SKN-14m-Ausbau.

1998
Ausrüstung des Navigationsunterstützungsraumes mit Radar Tagessichtgeräten und Optimierung der Radardatenverarbeitung.
Signalstelle Bremerhaven (ehem. Wasserstandsanzeiger) an das Deutsche Schiffahrtsmuseum übergeben.

Jan. 1998
Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses für den 14m-Ausbau der Außenweser.

Juli 1998
Beginn der Baggerarbeiten in der Außenweser.
Mit dem Einsatz von bis zu 4 Laderaum-Saugbaggern gleichzeitig wurden 8 Mio cbm Sand aus der Fahrrinne entnommen.
Dabei wurde sie auf 14m unter Seekartennull (SKN) vertieft.
Die Fahrrinnen wurden im Bereich km 68 ­ 90 von 200m auf 220m verbreitert und im Bereich km 90 ­ 130 von 400m auf 300m reduziert.
Zum Ausgleich der Eingriffsfolgen wurden Kompensationsflächen in einer Größe von ca. 165 ha bereitgestellt.
Zeitgleich mit den Vertiefungsbaggerungen konnten 4 kleinere Kompensationsflächen im Jahr 1998 hergestellt werden.
Die Baggerarbeiten konnten nach 7 Monaten im Januar 1999 beendet werden.

25. 01.1999
Freigabe der Mindesttiefe von 14m unter SKN für den Seeschiffsverkehr.

1999
Baubeginn für 2 weitere größere Kompensationsmaßnahmen.
Die Maβnahme "Kleinensielerplate" wurde 2000 abgeschlossen.
Der Funkfeuersender Alte Weser und die Funkbeschickungssender auf dem Richtfunkturm Bremerhaven
und auf den Lotsenversetzschiffen „KAPITÄN KÖNIG“ und „GOTTHILF HAGEN“ gehen außer Betrieb.

WSA Gelände 2001

Das Gelände des Wasser- und Schifffahrtsamtes im Jahr 2001

2000
1. Anträge der Länder Bremen und Niedersachsen zur Anpassung der Unter- und Außenweser an die Entwicklungen im Schiffsverkehr
Übergabe der Amtsleitung von Baudirektor Wilfried Rodiek an Leitender Baudirektor Gerd Wolters.

2001
Sanierung und Ausbau der Buhnen am Leitdamm „Robbensüdsteert“, 1. Bauabschnitt.
125 Jahre WSA Bremerhaven.
Erprobungen mit Kunststofftonnen aus Polyäthylen beginnen.

2001/2002
Herstellung der Kompensationsmaßnahmen „Kleinensiel“ und „Rönnebeckersand“ zum 14m-Ausbau der Außenweser.

2002/2003
Erneuerung des Brandschutzes im Radar- Richtfunkturm Bremerhaven.

2003
Indienststellung Vermessungsschiff „ZENIT“ am 5.02.2004, Taufpatin Frau Doris Schakies.

2005
Die Umstellung der Tonnenbefeuerung von Gas auf Solar/LED ist abgeschlossen.

2006
Einrichtung und Betrieb einer Seegangs- Dauermessstelle (Radar-Pegel) am Leuchtturm „Alte Weser“.
Beginn der Planfeststellungsverfahren für die Anpassung von Unter- und Außenweser an die aktuellen Entwicklungen im Schiffsverkehr.
Sanierung der denkmalgeschützten Fassaden am Tonnenschuppen.
Sanierung Buhnen und Leitdamm „Langlütjen“.
Erneuerung der 20 KV Trafostation in Schmarren für die Energieversorgung der Leuchtfeuer und Radarstationen an der östlichen Weserseite.
Übergabe der Amtsleitung von Leitender Baudirektor Gerd Wolters an Baudirektor Werner Kinkartz.

2007
Einrichtung und Betrieb des Radar-Pegels „Ochtum-Delmemündung“ für die Beweissicherung zur geplanten Weseranpassung
Einrichtung und Betrieb der Salzgehalts-Dauermessstellen „Beckumer Siel“
und „Strohauser Siel“ für die Beweissicherung zur geplanten Weseranpassung.

2008
Indienststellung Seezeichenversorger „ALTE WESER“
am 06.11.2008, Taufpatin Frau Sybille Kinkartz.
Außerdienststellung des MS „SOLTHÖRN“ und des MS „GEESTEMÜNDE“.
Die „SOLTHÖRN“ ist nach dem Verkauf zunächst als Sicherungsfahrzeug in der Nordsee im Einsatz,
die „GEESTEMÜNDE" fährt als Lotsenboot weiter auf der Kieler Förde.

2009
Indienststellung des MS „RUSCHSAND“
am 2.12.2009, Taufpatin Frau Stephanie Weber. Außerdienststellung des Schleppers „SPRING“,
der nach dem Verkauf als „ESTE“  auf der Elbe weiter im Einsatz ist.
Erneuerung der 6 KV Mittelspannungsanlage auf dem Leuchtturm „Hohe Weg“.
Aufgrund der Erweiterung des Containerterminals werden die Richtfeuer „Imsum“ versetzt.
Die Leuchtfeuer „Strohauserplate Ost und West“ werden auf LED-Laternen umgerüstet.
Große Kolke an den „Dwarsgat“ Leuchtfeuern werden verfüllt und mit Sinkstücken und Steinlagen gesichert.

2010
Umbau des Motorenlagers auf dem Bauhof zur neuen Ausbildungswerkstatt.
Feierliche Einweihung am 01.09.2010 mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU).

2010/2011
Energetische Sanierung des Dienstgebäudes.

Saniertes Dienstgebaude

Energetische saniertes Dienstgebäude

2011
Energetische Sanierung und Modernisierung des Sozialgebäudes.
Einweihung am 20.09.2011
Errichtung einer neuen Mittelspannungsanlage zwischen der Tonnenhalle und dem Sozialgebäude.
Erlass des Planfeststellungsbeschlusses zur Weseranpassung am 15.07.2011 durch die WSD Nordwest.
Der Planfeststellungsbeschluss wird vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beklagt und erlangt vorläufig keine Rechtskraft.
Indienststellung des MS „BLEXEN“ am 24.11.2011, Taufpatin Frau Heiderose Karweit.
Außerdienststellung des MB „BRAKE“ und des MB „SÜRWÜRDEN“.
Die „BRAKE“ wird nach Spanien an einen neuen Eigner verkauft.
Die „SÜRWÜRDEN“ wird am 13.12.2011 an das WSA Bremen, zum Eisbrechen auf der Hunte und der Mittelweser, abgegeben.

2012
Am 29.08.2012 wird der neue Tonnenleger des WSA Bremerhaven „NORDERGRÜNDE“ getauft.
Taufpatin ist die Ehefrau des Bremerhavener Oberbürgermeisters Melf Granz, Frau Heike Grantz.
Außerdienststellung der MS „IMSUM“. Das Schiff wird nach Dänemark an einen neuen Eigner verkauft.
Am 02.11.2012 wird der Tonnenleger „NORDERGRÜNDE“ an der Geestekaje im Beisein vom Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) in Dienst gestellt     
Am 28.11.2012 wird der Tonnenleger „BRUNO ILLING“ an das WSA Emden abgegeben.
Außerdienststellung des TL „ EVERSAND“. Das Schiff wird in die Niederlande an einen neuen Eigner verkauft.
Die Richtfeuer „Bremerhaven“ und „Hofe“ werden auf LED-Richtfeuerlaternen umgerüstet.

Tonnenleger Nordergründe

Tonnenleger Nordergründe

2013
Am 21.01.2013 beginnen die Bauarbeiten für die Erneuerung der Spundwand an der Geestekaje.
Auf einer Länge von ca. 300m wird in einer Bauzeit von knapp zwei Jahren die abgängige Kaje des Tonnenhofes durch den Bau einer neuen, vorgesetzten Spundwand ersetzt.
Am 29.04.2013 erfolgt offiziell der 1. Rammschlag.
Vom 15. bis 17.05.2013 wird vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig die Klage eines Umweltverbandes gegen den Planfeststellungsbeschluss zur Weseranpassung verhandelt.
Am 11.07.2013 beschließt das BVerwG, diverse strittige Fragen zur Weseranpassung im Zusammenhang mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg vorzulegen.

Neubau Gestekaje 1. Abschnitt

1. Bauabschnitt der Sanierung der Geestekaje

2014
Von Oktober bis Dezember 2014 werden in der Außenweser Schiffswellenmessungen durchgeführt.
Übertragung des Eigentums am ehemaligen Oberfeuer „Imsum“ auf die Stadt Bremerhaven mit Wirksamkeit ab dem 01.01.2015.