Inhalt: Die Chronik des Wasser- und Schifffahrtsamtes
4. Jh.
Bereits im 4. Jahrhundert gibt es Schifffahrt auf der Unterweser.
1218
Bau des Ochsenturms in Imsum (Landmarke für Schiffahrt)
Bremen kämpft um die Zufahrt zur freien See.
1410
Es gelingt dem Bremischen Rat ein wichtiger Vertragsabschluss mit dem friesischen Häuptling Edo Wymeken von Jeverland,
in dem Bremen das Recht erwirbt, auf Mellum Baken zu setzen und auf dem Roten Sande Tonnen zu legen.
Im gleichen Jahr wird auf Mellum eine Kape(Bake) errichtet.
1426
Zur Deckung der Kosten für die Bezeichnung des Fahrwassers verordnet der Bremische Rat
die Erhebung eines Tonnen- und Bakengeldes auf der Weser.
Ab 1483 nimmt die Aufgabe des Tonnen- und Bakenwesens das Kollegium der Älterleute,
die Kaufmannschaft (später Handelskammer), wahr.
Diese Erhebung des Tonnen- und Bakengeldes wird erst mit der Inflation im Jahre 1923 aufgehoben.
1541
Kaiser Karl V bestätigt das Recht:
„one alle verhinderung, aufhaltung der schiffe, sperrung der Weser, und steigerung der zolle zu farn und zu fischen,
seheräuber zu lande und zu wasser nieder zu werfen und zu recht zu bringen,
auch sehetunnen und baken zu legen und aufzurichten und davon zu erstattung der uncosten wie von alter her einzunehmen.“
Bremen besitzt dadurch die Hoheitsgewalt über den Strom und sichert die Schiffahrt jetzt durch bewaffnete Konvoischiffe.
Für diese Sicherungsdienste wird von der Schifffahrt ein zusätzliches Konvoigeld in Höhe von 1,5 % des Warenwertes erhoben.
1642
93 Tonnen bezeichnen das Fahrwasser der Außenweser (AW)
1664
Am 20.4.1664 wird die "Schlüsseltonne" sie hatte einen vergoldeten Schlüssel als Toppzeichen,
in Sichtweite des Oldenburger Leuchtturmes auf Wangerooge, an der Seegrenze,
als Ansteuerungstonne ausgelegt. Zweifellos eine Demonstration hoheitlicher Macht auf dem Strom.

Schlüsseltonne
1697
Nach langen Verhandlungen mit Oldenburg erhält Bremen die Erlaubnis auf dem "Hohen-Weg-Watt" eine Kape (Bake) zu errichtet.
Auf dem Smidtsteert (Hohe-Weg-Watt) wurde daraufhin eine Bake errichtet.
1783 wurde, nachdem diese Bake abbrannte, ca. 1500m südlich eine neue, die "Bremer Bake" gebaut.
Diese Bake diente während des Baues des Leuchtturms Hoheweg, i.d.J. 1855/56, als Unterkunfts- und Lagerraum.
Bremer Barke
1738
Erste Unterweservertiefung scheitert an unzureichendem Baggergerät.
1825
Der "Wurster Arm" wird Hauptfahrwasser.
1826
Am 1.7. 1827 gründet Bürgermeister J. Smidt Bremerhaven.
Der holländische Wasserbauingenieur van Ronzelen erhält den Auftrag zum Hafenbau nördlich der Geeste.
1830
Wird der 750 m lange und 115 m breite "Alte Hafen" in Betrieb genommen.
Erste Leuchttonnen mit Gasfüllung , dazu Tonnenleger ( Barsen ) und Tonnenhöfe.
1853/55
Der Bremer Architekt Simon Loschen baut den "Leuchtturm Bremerhaven".
Heute, in Verbindung mit dem 1893 gebauten „Bremerhaven Unterfeuer“, Oberfeuer der Richtfeuerlinie Bremerhaven.
1855/56
Bau des Leuchtturmes "Hohe Weg" unter Leitung des Baurats und Hafenbaudirektors J.J. van Ronzelen.
Leuchtturm Hohe Weg
1866
Stromspaltung durch die "Imsumer Plate"
Hauptfahrwasser mit 5,2 m unter Tideniedrigwasser durch "Langlütjen Arm".
Die Reichsgründung von 1871 hat einen allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge.
Dies ist die Voraussetzung für die folgenden Ausbauten der Weser .
1872/78
Bau des Kaiserhafens in Bremerhave
1874
Auslegen von Feuerschiffen in der Außenweser

Weser-Feuerschiff "Bremen" um 1875
1875/81
Wasserbau-Ingenieur Ludwig Franzius stellt einen Korrektionsplan für die Unterweser (UW) auf .
5 m tiefgehende Schiffe sollen mit der Flut Bremen erreichen können .
( Zu dieser Zeit betrug die Fahrwassertiefe auf Teilstrecken ca. 2 m, der Tidenhub 20 cm )
1876
Errichtung eines Tonnen- und Bakenamtes in Bremen mit dem Tonnenhof in Bremerhaven an der Geeste.
1877
Am 1. Juli wird aus dem Tonnenhof das Tonnen- und Bakenamt Bremerhaven.
1880/81
1. Versuch zum Bau des Leuchtturmes "Roter Sand":
Senkkasten wird durch Sturmflut zerstört.
1883/85
2. Versuch gelingt.
Am 1. November 1885 um Mitternacht wird das Leuchtfeuer angezündet und endgültig in Betrieb genommen.

Leuchtturm Rotersand um 1955
1886/87
Bau der Leuchttürme auf dem "Eversand"
1886/88
Bau des Europahafens
1889
Bis 1889 gab es keine strombaulichen Maßnahmen.
Anpassung des Fahrwassers durch Verlegung der Tonnen
1889
1. Korrektionsplan für die Außenweser durch Franzius und Bücking ( km 65 - 80 )
1887/95
Die 1. Unterweserkorrektion durch Franzius, nach Staatsverträgen mit Preußen und Oldenburg, wird durchgeführt .
Bremen kann wieder von Seeschiffen mit 5,0m Tiefgang erreicht werden.
Vor der Korrektion: Starke Krümmungen, Barrenbildungen, seitliche Einschränkungen und Stromspaltungen mit zum Teil gleichwertigen Armen.
Erste Korrektionsmaßnahme:
1883/86 Durchstich der „Langen Bucht“ (starke Flußkrümmung gleich unterhalb der Stadt auf bremischem Gebiet).
Ab 1887 Räumung von 55 Mio. cbm Boden, davon 29 Mio. cbm durch Baggern, 26 Mio. cbm Räumkraft des Stromes.
1891/95
Bau des 6 km langen Leitdammes an der "Franzius Plate" und des 1,6 km
langen Imsum Leitdammes.
1894
Erstmaliger Einsatz von Saugbaggern auf der Außenweser.
Die von Franzius vorgesehene Vertiefung auf 7,3 m unter Tidenniedrigwasser ist in der Außenweser erreicht.
Das Gelände des heutigen Wasser- und Schifffahrtsamtes um 1895
1892/97
Bau der Kaiserschleuse: B = 28 m, T = 9,5 m, L = 223 m
1903
Bau des Tonnenschuppens. Am Giebel des Schuppens sind noch immer die Wappen der Gründungsländer des Tonnen- und Bakenamtes verewigt:
Preußen, Bremen und Oldenburg
.
1906
Der 2. Ausbauplan für die Außenweser mit 10 m Tiefe unter Seekartennull wird durchgeführt, die Tiefe jedoch nicht erreicht .
1907
Erweiterung des Befeuerungssystems durch Auslegen des Feuerschiffes "Norderney",
Bau der Leuchtbake an der Robbenplate,
der Leuchttürme "Solthörn" ( 1904 ) und "Brinkamahof" ( 1912 )
1910/26
Festlegung des Fahrwassers durch Buhnen bei Imsum.
Bau des Leitdammes "Robbensüdsteert".
1906/11
Das "Regelfrachtschiff des Weltverkehrs" hat einen Tiefgang von 7 m erreicht .
1913/15
7-m-Ausbau der Unterweser, Vertiefung wird durchgeführt.
Die vorgesehenen Fahrwasserverbreiterungen unterbleiben wegen des Ersten Weltkrieges .
1913
Bau des Wasserstandsanzeigers in Bremerhaven.
1914
Beginn des Buhnenbaues zur Festlegung des Fahrwassers im "Wurster Arm".
1921
Übernahme der Wasserstraße Weser durch das Reich (Reichswasserstraßenverwaltung).
Das Tonnen- und Bakenamt Bremerhaven heißt jetzt Wasserstraßenamt.
Entwurf und Ausbau des "Fedderwarder Armes" zum Hauptfahrwasser
mit 10 m unter SKN und 200 m Breite.
1921/23
Erweiterter 7-m-Ausbau der UW.
Sohlenlage von Überseehäfen bis km 21 ansteigend.
Erfolg :
Schiffe können bereits 4 Stunden vor Tidehochwasser in Bremen abfahren
und begegnen großen einlaufenden Schiffen schon bei Elsfleth oder Brake.
1922/28
Ausbau des "Fedderwarder Armes" und Umgestaltung der Befeuerung.
Bau des Leuchtturmes "Robbenplate" unter Ludwig Plate.
1924/26
Bau des Leitdammes "Langlütjen-Nordsteert"
1925/29
8-m-Ausbau der UW;
durch den Staatsvertrag von 1921 und den Zusatzvertrag
verpflichtet sich das Reich, den Strom derart auszubauen,
dass das
jeweilige Regelfrachtschiff unter Ausnutzung der Tide Bremen erreichen kann.
Vertiefung und Sohlenverbreiterung auf 100 m zwischen Vegesack und Bremen
1928/31
Bau der Nordschleuse : B.= 45 m, T = 14,7 m, L = 372 m
1938
Entwurf für Fahrwasservertiefungen in der AW auf 12 m unter Seekartennull.
1939/45
II. Weltkrieg verhindert Ausbau, Fahrwassertiefe geht auf 9 m
unter Seekartennull zurück.
1942
sank der Tonnenleger "Weser" nach einem Zusammenstoß mit einem U-Boot.
Noch im gleichen Jahr wird der TL "Langeoog" in Dienst gestellt.
1949
Nach dem Krieg übernahm die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes die Aufgaben der Reichswasserstraßenverwaltung.
Das Wasserstraßenamt Bremerhaven ändert seinen Namen in Wasser- und Schiffahrtsamt.
1953/58
8,7-m-Ausbau der UW, Abflachung des "Braker Buckels" auf rd. 8,0 m.
( Der 8,7-m-Ausbau erforderte 10 Mio. DM . Schiffe mit 8,7 m Tiefgang
können von und nach Bremen verkehren . Bei enger Anpassung an die
Tide sogar Schiffe mit 9,6 m Tiefgang ).
1953/59
Landradarversuchsstationen an Elbe und Weser
1959
Bau der Radarstation Blexen.

Radarstation Blexen
1954/67
Wiederherstellung der Vorkriegstiefe auf 10 m unter Seekartennull und Sicherung des Fahrwassers
durch Wiederherstellung und Neubau von Buhnen in der AW, Aufhöhung des Leitdammes "Robbennordsteert".
Baukosten 18 Mio. DM.
1959/65
Aufbau der Landradarkette an der Außenweser.
1960
Ufersicherung vor Nordenham durch 10 Großbuhnen für 10 Mio. DM.
Bau der Neustädter Häfen in Bremen.
1961
Einrichtung einer provisorischen Radarzentrale in Weddewarden.
1961/64
Bau des Leuchtturmes "Alte Weser".
Verbesserungen der Anlagen zur Sicherung der Schiffahrt bei unsichtigem Wetter durch Errichtung einer Sicherungsradarkette
mit dem Umbau der Leuchttürme "Hohe Weg" und "Robbenplate" zu Radarstationen und Einrichtung eines UKW-Betriebsfunks.

Leuchtturm Alte Weser mit dem Tonnenleger "Bruno Illing" beim auskorben.
1964
Für die Unterhaltungbaggerungen in der Unter- und Außenweser wird der Saugbagger "Ludwig Franzius" in Betrieb genommen.
1965
Inbetriebnahme der Radarkette und der Radarzentrale in Bremerhaven.

Richtfunkturm mit Revierzentrale
1965/66
Bau des Leuchtturmes "Tegeler Plate" nach einem neuartigen
Einspülverfahren und Einziehen des Feuerschiffes "Bremen".

Bau des Leuchtturms Tegelerplate
1966
Der 9-m-Ausbau der Unterweser ist vorbereitet,
Schiffe von 10 bis 10,5 m Tiefgang sollen Bremen anlaufen können.
Rationalisierung : Fernsteuerung im Seezeichenbetrieb.
1968
Inkrafttreten des Bundeswasserstraßengesetzes am 2. April 1968. Genehmigung des Entwurfs -12m - Ausbau der AW.
Der Tonnenleger "Bruno Illing" wird als Ersatz für den Dampf-Tonnenleger "Langeoog" in Dienst gestellt.
1970
Bau der Leuchtbaken "Langlütjen" -Oberfeuer und -Unterfeuer.
Beginn der Baggerarbeiten zum 12m Ausbau der AW.
1971
Inkrafttreten der neuen Seeschifffahrtsstraßen Ordnung ( 01.11.1971 )
1972
Beginn des 9-m-Ausbaues der Unterweser zwischen Bremerhaven und Nordenham.
1973
Bau der 3 Leuchtfeuer im Fischereihafen.
Automation und Fernsteuerung aller Leuchtfeuer der Außenweser beendet.
Am 02.07.1973 wird die letzte Turmbesatzung vom Leuchtturm
"Hohe Weg" abgezogen.
Wasserstandsanzeiger Bremerhaven wird außer Betrieb gesetzt.
1974
Bau der Richtfeuerlinie "Hofe" in der Außenweser.
1. Teilstrecke des 9-m-Ausbaus bis Nordenham ist fertiggestellt.
1975/80
Aufbau der Radarkette an der Unterweser mit den Radarstationen- Dedesdorf,
Luneplate, Sandstedt und Harriersand.
1976
Bau der Richtfeuerlinie "Dwarsgat" in der Außenweser.
1976/78
Bau der Schaltstellenschutzräume Großensiel, Bremerhaven
und Rechtebe.
1977/78
Bau der Richtfeuerlinien "Flagbalgersiel" und "Reitsand" in Nordenham.
1978
Errichtung eines Sinkstückbindeplatzes in Blexen.

Sinkstückbindeplatz Blexen
1978/80
Neugestaltung der Revierzentrale in Bremerhaven.
1979
Am 1.1.1979 übernimmt das WSA Bremerhaven Aufgaben und Personal des WSA Brake.
Umfangreiche Strombaumaßnahmen am Leitdamm "Langlütjen"
1979/81
Neubau des Dienst- und des Sozialgebäudes des WSA-Bremerhaven.

1980
Bau der Richtfeuerlinie "Osterpater" in der Unterweser
1980/89
Bau von 39 Buhnen in der Außenweser und 70 Buhnen
in der Unterweser.

Sinkstück- und Steintransport für den Buhnenbau in der Außenweser
1981
Demontage der Leuchtbake „Brinkamahof“ ( Weddewarden UF) wegen der Erweiterung des Container-Terminals.
Bau der Richtfeuerlinie "Solthörn" als Ersatz für die Feuerlinie Wedderwarden.
Das Wedderwarden OF wird umgesetzt und übernimmt die Aufgabe des Imsum OF.
Feuerschiff "Weser" wird am 15.08.1981 eingezogen
1982
Teilsanierung der Geestekaje, Sanierung des Richtfunkturms,
Errichtung eines Sinkstückbindeplatzes in Klippkanne (Brake).
1982/85
Aufbau der Radar- und Schiffsdatenverarbeitung in der Revierzentrale
1983
Bau der Radarstation "Tettens" als Ersatz für die Radarstation „Blexen“
1984
Bau der Radarstation "Wurster Arm" als Ersatz für die Radarstation "Robbenplate".
1985
Inbetriebnahme der Schiffsdatenverarbeitungsanlage.
Erneuerung der Rdaranlagen auf den Leuchttürmen „Alte Weser“ und „Hohe Weg“.
Damit ist der Abschluß der Erneuerung der Landradarkette Außenweser erreicht.
1986
Leuchtturm "Roter Sand" wird am 11.11. 1986 gelöscht.
Bau der Richtfeuerlinie "Nordenham",
Sanierung LT „Hoheweg“
1987
Sanierung des Leuchtturmes "Roter Sand" im Sockelbereich (Überstülpen einer Stahlmanschette).
Am 9.10.1987
wird der Turm an die "Deutsche Stiftung Denkmalschutz"
zum dauernden Besitz abgegeben.
Saugbagger „Ludwig Franzius“ wird am 31.12.87 außer Dienst gestellt.
Nov. 1989
Land Bremen stellt einen Antrag beim Bund auf eine Vertiefung der Außenweser auf 14m unter SKN.
1990
Erneuerung des Stromkakels vom LT „Hoheweg“ nach Langwarden
Pegel „Ruschplate“ demontiert (Schrott).
Schiffahrts- u. hydrol. Pegel Rechtenfleth gebaut (Ersatz für Ruschplate).
Hydrol. Meßschiff „Tide“ wird in Dienst gestellt.
Strandbad QM demontiert (an die Stadt Aurich abgegeben)
1991
RFL Midgard außer Betrieb.
1992
Der Leuchtturm "Robbenplate" wird durch Anbringen einer Aluminiumverkleidung saniert.
Die Planungen für den 14-m-Ausbau der Außenweser beginnen.
Am 11.November wird das Bremerhaven UF versetzt.
Signalstelle (ehem. Wasserstandsanzeiger) außer Betrieb.
1992/97
Erweiterung der Verkehrszentrale.
Einweihung am 7.5.1997. Vergrößerung des Gebäudes um einen 16 x 11m großen Anbau.
Ausrüstung des Verkehrsüberwachungsraumes mit Radar Tagessichtgeräten.
1993
RFL "Wremerloch" und "Dwarsgat" OF werden wegen Verlegung des Fahrwassers versetzt.
1994
RFL "Langlütjen" und "Imsum" UF werden wegen Verlegung des Fahrwassers versetzt.
1996
Alu-Verkleidung LT Hoheweg.
Rückbau der Anlege-Brücke LT „Hoheweg“.
1996/97
Erneuerung der Schiffsdatenverarbeitung.
1998
Ausrüstung des Navigationsunterstützungsraumes mit Radar Tagessichtgeräten und Optimierung der Radardatenverarbeitung.
Signalstelle Bremerhaven (ehem. Wasserstandsanzeiger) an das Deutsche Schiffahrtsmuseum übergeben.
Jan. 1998
Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses für den 14m-Ausbau der Außenweser.
Juli 1998
Beginn der Baggerarbeiten in der Außenweser.
Mit dem Einsatz von bis zu 4 Laderaum-Saugbaggern gleichzeitig wurden 8 Mio cbm Sand aus der Fahrrinne entnommen.
Dabei wurde sie auf 14m unter Seekartennull (SKN) vertieft.
Die Fahrrinnen wurden im Bereich km 68 – 90 von 200m auf 220m verbreitert und im Bereich km 90 – 130 von 400m auf 300m reduziert.
Zum Ausgleich der Eingriffsfolgen wurden Kompensationsflächen in einer Größe von ca. 165 ha bereitgestellt.
Zeitgleich mit den Vertiefungsbaggerungen konnten 4 kleinere Kompensationsflächen im Jahr 1998 hergestellt werden.
Die Baggerarbeiten konnten nach 7 Monaten im Januar 1999 beendet werden.
25. 01.1999
Freigabe der Mindesttiefe von 14m unter SKN für den Seeschiffsverkehr.
1999
Baubeginn für 2 weitere größere Kompensationsmaßnahmen.
Die Maßnahme „Kleinensielerplate“ wurde 2000 abgeschlossen.
