Inhalt: Kompensationsmaßnahme "Wümme-Nordarm"
Diese Ersatzmaßnahme ist am Wümme-Nordarm zwischen Hexenberg und Fischerhude im Gebiet des Fleckens Ottersberg gelegen. Hier werden indirekte Beeinträchtigungen aus der Vertiefung der Außenweser, die sich für das Tidegebiet der Wümme ergeben, kompensiert. Wanderungshindernisse im Flußlauf wurden entfernt, Nebengewässer angelegt und naturnahe Vegetationsbestände in einem breiten Uferrandstreifen entwickelt. Die Maßnahme bildet eine sinnvolle Ergänzung zu weiteren geplanten Renaturierungsmaßnahmen im Gebiet der Wümme-Arme.
Im Herbst 1999 wurde der begradigte Verlauf des Wümme-Nordarmes auf einer Länge von etwa 1.000 m an den früheren, leicht mäandrierenden Verlauf angepaßt und mit Nebengewässern und Uferaufweitungen versehen. Ein Stauwehr wurde durch eine Sohlgleite ersetzt, die eine Passierbarkeit dieses Abschnittes für Fische und aquatische Kleinlebewesen ermöglicht. Drei Bruthügel für Eisvogel und Uferschwalbe wurden angelegt. Nach Anpflanzung einiger Kleingehölze im Frühjahr 2000 wurde die gesamte Fläche der freien Entwicklung überlassen. Die intensive landwirtschaftliche Nutzung wurde eingestellt. Im Frühjahr 2001 wurden die Erdarbeiten mit der Verlängerung der Uferverwallung und letzten Pflanzarbeiten abgeschlossen. Inzwischen hat sich eine vielfältige Hochstaudenflur mit reichhaltigem Insektenleben (Heuschrecken, Bienen, Libellen) entwickelt. Der Eisvogel wurde mehrfach im Gebiet beobachtet, die Trittspur eines Fischotters gesichtet.
Übersicht über das Kompensationsgebiet im Jahr 2001

Übersicht über das Kompensationsgebiet im Jahr 2007
Sohlgleite

Uferaufweitung

Uferbucht

Ergebnisse der Funktionskontrollen
Die Funktionskontrollen werden im Jahr 2009 mit Bestandaufnahmen zu Vegetation und Brutvögeln abgeschlossen.
Weiteres Luftbild aus dem Jahr 2008





