Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremerhaven

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Inhalt: Kompensationsmaßnahme "Syubkelhausen"

Die Kompensationsmaßnahme "Syubkelhausen" befindet sich in Nähe der gleichnamigen Siedlung bei Nordenham. Ziel ist die Förderung des Bestandes an Wiesenbrutvögeln zur Kompensation von Beeinträchtigungen im Deichvorland der Unterweser.

Syubkelhausen_2008_01_500

Auf einer Fläche von ca. 20 ha wurde die landwirtschaftliche Nutzung extensiviert. Das Grabensystem wird in der Brutzeit zur Vernässung der Flächen angestaut. Außerdem wurden feuchte Bodensenken angelegt, die erfahrungsgemäß zur Erhöhung der Attraktivität des Gründlandes für Brutvögel führen.

Stauvorrichtung Bodensenken im "Rohzustand"

Die Extensivierung der Nutzung begann 1998. Im Herbst 1998 wurden die Staus in die Gräben eingebaut, im Sommer 1999 wurden die Bodensenken angelegt.

Im Vergleich zum Brutbestand des Jahres 1997 ist ein vorsichtiger Trend zur Zunahme an Wiesenbrutvögeln festzustellen. Der Kiebitz ist seitdem regelmässiger Brutvogel, im Jahr 2002 hat erstmals ein Paar Uferschnepfen erfolgreich gebrütet. Vor dem Hintergrund allgemein abnehmender Bestände an Wiesenvögeln ist bereits die Erhaltung der Bestandsdichte als Erfolg anzusehen.

Die Bestandserhebung im Jahr 2008 hat ergeben, dass sich seit 2002 die Bestände der Wiesenbrüter tendenziell günstig entwickelt haben oder wenigstens gleich geblieben sind. Real beim Kiebitz, von dem anfangs lediglich bis zu zwei BP festgestellt werden konnten (aktuell: fünf BP). Im Zuge landesweiter Bestandsrückgänge beim Kiebitz bis in die jüngste Zeit ist die aktuelle Bestandszunahme bemerkenswert. Gehalten haben sich die Bestände der Feldlerche, wenngleich auf nur niedrigem Niveau; die Art erlitt in den letzten Jahren landesweit und darüber hinaus erhebliche Bestandseinbußen. Besonders erfreulich ist die Ansiedlung von Rotschenkeln auf der Kompensationsfläche. Hier ist eine Prognose der zukünftigen Bestandsentwicklung zwar nicht möglich, doch bleibt denkbar, dass die Art sich aufgrund günstiger Gebietseigenschaften – hier: Grabenanstau, Vorhandensein von Blänken, als Brutvogel festsetzt. Abzuwarten bleibt die Entwicklung bei der Uferschnepfe. Nasse Frühjahre mit hoch anstehendem Grund- und Grabenwasser auch während der Brutzeit sind für die Art besonders wichtig. Die aktuell eruierten Brutzeitnachweise deuten an, dass im Raum brutwillige Uferschnepfen vorhanden sind.

 

Ergebnisse der Funktionskontrollen

Abbildung Brutreviere 2002
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Luftbilder 2008

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Grünland zur Blütezeit

Syubkelhausen