Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremerhaven

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Inhalt: Kompensation

Erhebliche oder nachhaltige Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes als Folge des 14-m-Ausbaus werden durch eine Reihe von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert. Die vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen umfassen eine Fläche von insgesamt etwa 165 ha. Sie erfüllen die Anforderungen

So wurden einzelne Maßnahmen an jedem betroffenen Abschnitt des Weser-Mündungsgebietes umgesetzt: im marinen Bereich, in der Brackwasserzone und im limnischen Bereich der Unterweser sowie in den Nebenflüssen.

Die Beschriftungen der Kompensationsmaßnahmen in der folgenden Abbildung sind mit "links" hinterlegt, die zur Beschreibung der Maßnahmen führen.

Kompensationsübersicht

Da die aquatische Fauna der Unterweser durch große Verluste an wertvollen Seitenlebensräumen am stärksten durch die Ausbaumaßnahmen der Vergangenheit betroffen war, wurde diesem Schutzgut bei der Konzipierung der Ausgleichsmaßnahmen besonderes Gewicht verliehen. Mit großem bautechnischen Aufwand und entsprechenden Kosten wurden an der Unterweser zwei Flachwasserbiotope (Kleinensieler Plate und Rönnebecker Sand) mit einer Ausdehnung von insgesamt ca. 20 ha angelegt. Die Gewässer wurden über Sohlschwellen mit einer Kronenhöhe von 50 cm unterhalb des mittleren Tidehochwassers an die Weser angeschlossen. So sind tidebeeinflußte Dauerwasserflächen mit entsprechender Ufervegetation entstanden, die u. a. Fischen als Laichgebiet dienen können.

In den Sommerpoldern Cappel-Süder-Neufeld und Spieka-Neufeld an der Wurster Küste wurden Grünlandflächen extensiviert, ein Teil des Sommerpolders ausgedeicht und der Salzwassereinfluss in den Gräben im Sommerpolder verstärkt. Am Hunteufer bei Wehrder und am Geestebogen in Bremerhaven wurden Überflutungsmulden angelegt, in Syubkelhausen bei Nordenham wurden die Brutbedingungen für Wiesenvögel verbessert. Im Wümme-Nordarm bei Fischerhude wurde ein Stauwehr durch eine Sohlgleite ersetzt, der begradigte Flußlauf mit Biegungen versehen und Nebengewässer angelegt.

Um sicherzugehen, daß die jeweiligen Entwicklungsziele der Maßnahmen auch erreicht werden, finden biologische Begleituntersuchungen zur Funktionskontrolle statt.

Nähere Informationen zu den einzelnen Maßnahmen erhalten Sie durch Anklicken der "links" oder auch bei folgender Kontaktadresse:

Dipl.-Biol. Jürgen Lange
Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven
Tel. 0471/4835-327
E-Mail Juergen.Lange@wsv.bund.de