Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven

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Inhalt: Verkehrszentrale

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ist gemäß Seeaufgabengesetz zuständig für die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs sowie für die Verhütung von Gefahren und schädlicher Umwelteinwirkungen, die von der Schifffahrt ausgehen (Schifffahrtspolizei).

Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben dienen neben den konventionellen visuellen Navigationshilfen, wie Tonnen und Leuchtfeuer, Verkehrssicherungssysteme, die aus Landradaranlagen (unbemannt betriebene Außenstationen) und Verkehrszentralen bestehen.

Im Amtsbereich des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bremerhaven wird eine lückenlose Erfassung des Verkehrs im gesamten Reviers gewährleistet: Acht Radarstationen übertragen hierzu die Radarbilder der einzelnen Revierabschnitte in die Verkehrszentrale (VZ). Dort wird auf Grundlage einer Radar- und Schiffsdatenverarbeitung ein fortlaufend aktualisiertes Verkehrslagebild erzeugt, anhand dessen der Schiffsverkehr überwacht, sichere Verkehrsabläufe geplant sowie Kollisionen und Strandungen vermieden werden können.

Zusammen mit den gleichwertigen technischen Ausstattungen an Elbe und Jade kann das Verkehrssicherungssystem Weser zu den weltweit führenden Einrichtungen dieser Art gezählt werden und damit einen hohen Anspruch an einen sicheren und flüssigen Verkehrsablauf erfüllen.

Amtsbereich
Radarkette Weser des WSA Bremerhaven

Aufgaben der Verkehrszentrale

Im Zuständigkeitsbereich des WSA Bremerhaven, der sich von Stromkilometer 40 auf der Unterweser bei Brake bis zur gemeinsamen Verkehrsansteuerung für Jade und Weser ca. 10km nördlich der Insel Spiekeroog erstreckt, werden jährlich über 47.500 Schiffsbewegungen erfaßt und überwacht. Zur Gewährleistung eines sicheren und leichten Ablaufs des Schiffsverkehrs fallen in der Verkehrszentrale folgende Aufgaben an:

Revierüberwachung:

Verkehrsüberwachung:

Warn- und Informationsdienst:

Verkehrsunterstützung:

Betrieb der neuen Verkehrszentrale

Die Verkehrszentrale ist im 24-Stunden-Betrieb mit Bediensteten des WSA besetzt.

Bei verminderter Sicht, für Schiffe bestimmter Größenklassen und auf besondere Anforderung erfolgt eine Radarberatung durch Lotsen im Navigationsunterstützungsraum.

Verkehrsüberwachung
Verkehrsüberwachung

Arbeitsplätze

In der Verkehrszentrale Bremerhaven stehen folgende Arbeitsplätze zur Verfügung:

Navigationsunterstützung
Navigationsunterstützung

Radarsichtgeräte

Mit Hilfe der Sichtgeräte kann der gesamte Schiffsverkehr überwacht werden. Dies geschieht durch eine Überlappung der Rohradardarstellung mit synthetischen Informationen wie Radarleitlinien, Tonnen, Reeden usw.

Durch die Radardatenverarbeitung ist es möglich, daß Schiffe identifiziert und mit einem unverwechselbaren Mitlaufzeichen für die gesamte Fahrzeit im Revier versehen werden können. Zusätzlich können Entfernungsringe sowie Kurs und Geschwindigkeit durch Vorausvektoren an den Echos dargestellt werden. Die Geräte sind auf beliebige Stationen und Bereiche umschaltbar.

Schiffsdatensichtgerät

Mit Hilfe der Schiffsdatenverarbeitung werden Namen, internationale Funkrufzeichen sowie Länge, Breite und Tiefgang der gemeldeten Schiffe abgerufen bzw. eingegeben, sodass ständig Informationen über die im Revier befindlichen Schiffe vorliegen.

Alle im Revier befindlichen Schiffe können mit Positionsangaben aufgelistet werden, wobei die Schiffspositionsdaten automatisch durch die Radardatenverarbeitung aktualisiert werden. In Abständen von ca. 10 Minuten erfolgt ein Datenaustausch mit den Nachbarzentralen.

Der Schiffsverkehr im Fahrwasser wird zusätzlich zur Vorausberechnung gefährlicher Verkehrssituationen in Form eines Weg / Zeit - Bildes dargestellt, wobei kritische Bereiche wie Engstellen und Kurven hervorgehoben werden (gelbe Bereiche auf obiger Abbildung)

Informations- und Steuerungssystem

Hit Hilfe des Informations- und Steuerungssystem werden

Chronologie des landgestützten Verkerssicherungssystems im Bereich des WSA Bremerhaven

1953/54 Installation von Versuchsradarstationen
1965 Inbetriebnahme der Radarkette (Außenweser) und der Radarzentrale in Bremerhaven
1966 Radarberatung durch Lotsen
1971 Einführung des freiwilligen Meldedienstes für das Unter- und Außenweser-Revier
1973 Fernüberwachung und Fernsteuerung aller festen Seezeichen der Außenweser
1978 Einführung der Meldepflicht für alle Schiffe ab 50 m Länge
1981 Fertigstellung und Inbetriebnahme der Landradarkette Unterweser
1982-85 Modernisierung der Außenweserkette
1986 Inbetriebnahme der Radar- und Schiffsdatenverarbeitung in der Verkehrszentrale
1992-97 Erweiterung und Modernisierung der Verkehrszentrale
1996-99 Optimierung der Radar- und Schiffsdatenverarbeitung

Nähere Informationen zu den einzelnen Maßnahmen erhalten Sie durch Anklicken der "Links" oder auch bei folgender Kontaktadresse:

Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven
Tel. 0471/4835-336
e-mail Maik.Heine@wsv.bund.de