Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremerhaven

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Inhalt: Fachgruppe Nachrichentechnik

Arthur Maersk

Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Bremerhaven sorgt für die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs auf der Bundeswasserstraße Weser von der Insel Harriersand bei Brake bis zur Nordsee.

Die Fachgruppe ist auf knapp 100 Kilometer Weser für das elektronische und elektrotechnische „Innenleben“ von 8 Landradarstationen, 55 Leuchtfeuern, 6 Schaltstellen, 6 Pegeln, einer Verkehrszentrale mit umfangreichen Einrichtungen und eine große Zahl kleinerer Objekte vom Schaltkasten über Pegellatten-Anstrahlungen bis zu Transformatorstationen verantwortlich.

Neben der erforderlichen Sachbearbeitung, in Form von Vorplanungen, Durchführung von Ausschreibungen und Beschaffungsmaßnahmen, verteilen sich die nachfolgend beschriebenen Aufgaben auf die beiden Prüffelder der Fachgruppe Nachrichtentechnik. Das Prüffeld 1 ist für Elektronik und Energietechnik zuständig, während das Prüffeld 2 sich mit den Themen Ortungs-, Übertragungs- und Datenverarbeitungs-Technik auseinandersetzt.

Durch Dopplung vieler Komponenten sind nach außen wirksame Ausfälle sehr selten. Über schnelle Reaktionszeiten des WSA-eigenen Personals werden solche Ausfallzeiten zusätzlich minimiert. Eine Rufbereitschaft ist auch außerhalb der normalen Arbeitszeit Garant für eine möglichst schnelle Reparatur, selbstverständlich auch an Feiertagen.

Eine große Anzahl von Mittel- und Niederspannungsanlagen übernimmt die Energie von den Erzeugern und verteilt sie an die Anlagen des WSA Bremerhaven. Bei Netzausfall übernehmen 17 Netzersatzanlagen automatisch die Energieversorgung. Unterbrechungsfreie Stromversorgungen ermöglichen eine nahtlose Umschaltung zwischen der Netz- und Notstromversorgung sicherheitsrelevanter Anlagen. Windkraft- und Solaranlagen versorgen abgesetzte Objekte.

Zwischen den einzelnen Objekten liegen für den Transport von Energie und Daten 140 Kilometer Seezeichen-Steuerkabel und 80 Kilometer Mittelspannungskabel (6000 Volt) und die kommen immer wieder einmal dem Fanggeschirr eines Fischers, einem Anker oder einfach nur dem Zaunpfahl eines Landwirts zu nahe und müssen danach schnellstens repariert werden.

Kabelreperatur

Ortsschalt- und Fernwirkanlagen mit aufwändiger, programmierbarer Elektronik steuern Schifffahrtszeichen unterschiedlichster Technologie und übertragen alle Informationen über ihre Betriebszustände zur Verkehrszentrale. Flugwarn-, Brandmeldeanlagen usw. sorgen ebenfalls für Vielfalt bei der Arbeit.

Funkanlagen unterschiedlichster Technologie werden betrieben, repariert und gewartet. Von Messgeräten und Pegeln gelieferte Daten über Sichtweiten, Temperaturen, Windstärken, Windrichtungen, Wellenhöhen und Wasserständen werden den WSA-Nautikern, den See- und Flusslotsen und weiteren Dienststellen zur Verfügung gestellt.

Eine große Zahl von Sichtgeräten zur Darstellung der Radarbilder und Daten muss betreut werden. Sie sind für die Nautiker der Verkehrszentrale Bremerhaven (WSA) und für die See- und Flusslotsen im Beratungsraum unverzichtbare Voraussetzung, um durch Beratung und Überwachung die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs auf der Weser zu garantieren.

Revierzentrale Bremerhaven

Radaranlagen der WSA-eigenen Schiffe und die Landradaranlagen an Außen- und Unterweser er-fordern Wartungsarbeiten, Fehlersuche in komplexer Elektronik, Reparaturen elektronischer Bau-gruppen bis zum Auswechseln der 7 Meter langen und mehr als 200 Kilogramm schweren Radaran-tenne in großer Höhe.

Radarkette

In der Vergangenheit erledigte die Fachgruppe ihre Aufgaben als eigenständige Organisationseinheit im WSA Bremerhaven, zukünftig erfüllt sie ihre Aufgaben zunehmend als Teil der Bündelungsstelle Maritime Verkehrstechnik.

Auf dem Weg nach Hohe Weg

Die Einführung des Systems Maritime Verkehrstechnik (SMV) bringt für die Küstenämter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gravierende Veränderungen mit sich. Die Arbeitsweisen und Techniken der Vergangenheit unterscheiden sich deutlich vom SMV der Zukunft. Bis dato liefen alle technischen Vorgänge innerhalb eines Amtes ab. Zum Beispiel wurden die Radarbilder von den 8 Radarstationen an der Weser direkt nach Bremerhaven übertragen, lokal verarbeitet und den Nautikern in der Verkehrszentrale Bremerhaven zur Verfügung gestellt.

In der Zukunft werden alle Radarbilder von der Nord- und Ostseeküste zu 3 Rechenzentren übertragen, dort verarbeitet und anschließend in den 9 Verkehrszentralen im Küstenbereich dargestellt. Da Sicherheit ganz groß geschrieben wird, ist der Ausfall eines Rechenzentrums kein Problem, da die verbliebenen aktiven Rechenzentren diese Aufgabe übernehmen. Die Verkehrszentralen werden hiervon nicht beeinträchtigt.

Die ersten Dienste des SMV sind schon aufgebaut und teils auch schon in Betrieb. Der erste Dienst, der im SMV den Betrieb aufnimmt, ist der AIS Dienst (Automatic Identification System). Er wird von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zurzeit als Navigationsunterstützungssystem erprobt. Transponder auf den Schiffen senden ständig ihre Position, den Namen und viele weitere Informationen aus, die dann in der Verkehrszentrale als Daten oder mittels elektronischer Seekarten auf den Bildschirmen zur Verfügung stehen.

Weiter Dienste, wie zum Beispiel der Darstell- und Eingabedienst, der Radardienst oder der Funkdienst werden durch die Bündelungsstelle aufgebaut und getestet, um danach die alten Anlagen zu ersetzen. Die örtliche Betreuung ist dann Aufgabe der Fachgruppe Nachrichtentechnik und beinhaltet die Wartung, Reparatur und Modernisierung der Dienste.