Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremerhaven

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Inhalt: Neuere Verfahren zur Wasserstandsmessung

Die Wasserstandsaufzeichnung mit Schwimmerpegeln hat sich über Jahrzehnte bewährt, aber durch das Alter ist es schwierig bei Reparaturen Ersatzteile zu bekommen und das System inklusive Pegelschacht verlangt einen gewissen Wartungsaufwand. Zur Reduzierung der Kosten werden die Pegel deshalb auf eine neue Erfassungstechnik umgerüstet. Um die Anfälligkeit von Schäden zu reduzieren, wurden berührungslose Techniken ohne mechanische Bauteile gewählt: Radarabstandsmessung und geführte Mikrowelle.
Beide Verfahren funktionieren über eine Laufzeitmessungen vom Sensor zur Wasseroberfläche und zurück. Über die eingemessene Einbauhöhe, die bekannte Ausbreitungsgeschwindigkeit und die Laufzeit ergibt sich die Wasserhöhe.
Der Radarsensor wird außen am Bauwerk angebracht und sendet ein Radarsignal in Richtung der Wasseroberfläche, dabei ist darauf zu achten, dass keine störenden Reflexionen vom Bauwerk selbst erfolgen. Die Wellenbewegung kann aufgrund der hohe Pulsdichte für die Ermittlung des Wasserstandes herausgerechnet werden. Gleichzeitig eignet sich das Verfahren aber auch zur Wellenmessung. Probleme treten bei Eisbedeckung auf, weil dann die Reflexion von der Eisoberfläche erfolgt und diese über der Wasseroberfläche liegt.


Radarabstandsmessungen am Pegel Dwarsgat

Radarsensor am Pegel Dwarsgat


Die geführte Mikrowelle wird innerhalb des Pegelbauwerks installiert und misst die Wasserstandshöhe wie der Schwimmerpegel im Pegelschacht. Hierbei wird das Mirkowellensignal über einen Draht, der bis zur Sohle des Pegelschachtes reicht, gesendet und an der Wasseroberfläche reflektiert.