Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremerhaven

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Aufbereitung und Auswertung der Wasserstandsaufzeichnungen

Die routinemäßige Auswertung der Wasserstandsaufzeichnungen beschränkt sich auf die Ermittlung der Scheitelwasserstände (Tidehochwasser Thw und Tideniedrigwasser Tnw) mit Höhe und Eintrittszeit, die früher durch manuelle Bearbeitung z.B. Digitalisierung auf dem Pegelbogen gemacht wurde und heute über entsprechende Berechnungsroutinen erfolgt. Aus diesen Werten können weitere Größen abgeleitet werden:

Schema Tidekennwerte


Die Thw und Tnw werden in sogenannten Monatslisten zusammengefasst. In ihnen sind neben der tabellarischen Auflistung von Höhe und Zeit der einzelnen Tidescheitel die Monatsmittel sowie besondere Bedingungen (Sperrwerksbeeinflussung, Korrelation mit dem Nachbarpegel, unterschiedliche Eisbedeckungen) aufgeführt.
Für Jahresreihen werden die Dauerzahlen der Wasserstände für Tnw und Thw ermittelt. Sie geben in Schritten von 20 cm an, wie oft Scheitelwasserstände mit Höhen unterhalb der jeweiligen Grenze lagen. Diese Häufigkeiten werden den Mittelwerten der letzen 10 Jahre gegenübergestellt. Die Hauptzahlen sind eine Zusammenstellung der Extremereignisse und der Mittelwerte für die einzelnen Monate, das Winter- und Sommerhalbjahr und das Abflussjahr des aktuellen Jahres und der letzten 10 Jahre sowie der extremsten Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen.

Hauptwerte der Pegel des WSA Bremerhaven und des Pegels Brake für das 10 - Jahresmittel 2001 / 2010 (Download der Tabelle als PDF)
Hauptwerte 2001-2010

Beim Wechsel des Pegelbogens wurde kontrolliert, ob die Zeit und Höhe am Ende der Aufzeichnung mit den aktuellen Werten übereinstimmt. War dies nicht der Fall, wurde bei der Auswertung des Bogens eine Zeit- und Höhenkorrektur angebracht. Zeit- und Höhenfehler wurden auf dem Bogen notiert. Bei der Korrektur werden die Fehler gleichmäßig über die Gesamtlaufzeit verteilt. Kurze Ausfälle (Haken des Schwimmers, Unruhe durch z.B. Wellenschlag, usw.) werden manuell korrigiert. Bei längeren Ausfällen (mehrere Stunden inklusive von Scheitelwerten) werden die Höhen und Eintrittszeiten der Scheitel durch Korrelation mit Nachbarpegeln ermittelt.
Trotz der Online-Übertragung der Daten finden auch jetzt noch regelmäßig Kontrollen des Pegels statt. Die aktuelle Wasserstandshöhe wird weiterhin durch eine Lotung im Pegelschacht oder Ablesen der Pegellatte ermittelt. Dieser Wert muss mit der Anzeige der Erfassungseinheit übereinstimmen. Abweichungen aber auch das Übereinstimmen der Werte wird in einem Protokoll festgehalten. Eventuell nötige Korrekturen werden anschließend bei der Auswertung an den digitalen Daten vorgenommen.