Inhalt: Wasserstand
Die Wasserstandsmessung und Auswertung ist eine zentrale Aufgabe der Gewässerkunde.
Im Bereich des WSA Bremerhaven befinden sich 6 Pegel, die kontinuierlich jede
Minute den Wasserstand registrieren und an die Pegelzentrale auf dem Richtfunkturm
übermitteln.
Diese Daten werden am Computer weiterverarbeitet, indem
- Messfehler korrigiert werden,
- die Daten durch einen Abgleich mit den Nachbarpegeln auf Plausibilität geprüft werden und
- die Scheitelwerte bestimmt werden.
Die Scheitelwerte und auch die Tidekurve dienen als Grundlage für weitere Berechnungen, die in der schematischen Darstellung gezeigt werden. Darüber hinaus werden für Zeiträume von 1 Monaten, 1 Jahr und 5 Jahren Mittelwerte und Extremwerte (höchster und niedrigster Wert) ermittelt.
Neben der Langzeitbeobachtung der Wasserstände, ihrer Variationen und
Veränderungen, die den astronomischen und meteorologischen Einfluss einerseits
und morphologische Veränderungen natürlicher und anthropogener Art
anderseits widerspiegeln, sind aktuelle Wasserstandsdaten z.B. bei der Vorhersage
von Sturmflutenhöhen wichtig. Ebenso ist für die Schifffahrt der aktuelle
Wasserstand von enormer Bedeutung. Dies reicht vom Segelschiff, das ein Wattfahrwasser
befahren oder einen Sielhafen erreichen will bis zu den großen Massengut
und Containerschiffen, die Bremen, Brake, Nordenham und Bremerhaven nur tideabhängig
erreichen können, d.h. in einem Zeitfenster um Tidehochwasser. Bei Route,
Fahrzeit und Geschwindigkeiten müssen sie sich auf diese Wasserstände
einstellen.
Lange Zeit wurden die Wasserstände auch für die Beschickung der Peilungen
benötigt, da mit dem Echolot des Schiffes nur der Abstand zwischen Gewässerboden
und Oberfläche ermittelt werden kann. Dieses Feld wurde in den letzten
Jahren durch die Beschick über GPS abgelöst.
Tabellen der Jahresmittelwerte seit 1990
Tabelle des letzten 5 Jahreszeitraums
Darstellung der Jahresmittelwert seit Beginn der jeweiligen Aufzeichnungen