Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremerhaven

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Inhalt: Trübung

Die Messung der Trübung des Wassers ist ein Verfahren um den Schwebstoffgehalt und damit den Schwebstofftransport in einem Gewässer zu ermitteln. Ähnlich wie bei der Bestimmung des Salzgehalts durch Titration ist es bei der Bestimmung des Schwebstoffgehalts nicht praktikabel kontinuierliche Informationen durch die Entnahme von Wasserproben und anschließende Bestimmung des Schwebstoffanteils durch Verdampfung zu erhalten. Aus diesem Grund werden Trübungssensoren eingesetzt, die z.B. auf dem Prinzip der Streulichtmessung abreiten.

Dabei wird Licht im Infrarotbereich mit einer Wellenlänge von 860 nm vom Sensor ausgesendet und von den im Wasser gelösten Teilchen reflektiert. Das zurückreflektierte Licht wird über eine Photozelle wieder erfasst und daraus ein Messwert für die Trübung ermittelt. Beträgt der Winkel zwischen Diode und Fotozelle 90° so spricht man von einer nephelometrische Messung, die Messergebnisse werden in der Einheit NTU angegeben.

Seit dem Jahr 1996 werden im Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven regelmäßig Messgeräte mit eingebauten Trübungssensoren eingesetzt. Im Juni 2002 wurde die erste Dauermessstelle am Pegel Bremerhaven A.L. mit einem Trübungssensor ausgestattet. Heute im Jahr 2012 wird an elf Standorten zwischen Dwarsgat und Elsfleth die Trübung gemessen. Vgl. Karte der Messstationen

Um eine Information der Größe des Schwebstoffgehalts im Wasser aus den Trübungsmessdaten zu erhalten, sind Kalibrierungsmessungen erforderlich. Dabei werden bei speziellen Kampagnen zu unterschiedlichen Tidephasen und Jahreszeiten mehrere Wasserproben an den Dauermessstellen entnommen. Die Proben werden auf ihren Schwebstoffanteil in einem Labor untersucht und anschließend der gemessene Trübungswert zum Zeitpunkt de Entnahmen mit dem Schwebstoffanteil der Wasserprobe in Verbindung gesetzt. Aus der Vielzahl der Messungen werden für jeden Standort Korrelationen bestimmt, um die Trübungsmesswerte in Schwebstoffgehalte umrechen zu können. Die Entwicklung dieser Korrelationen ist zurzeit noch im Aufbau.