Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Bremerhaven

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Inhalt: Salzgehalt (Allgemein)

Durch das Aufeinandertreffen des Nordseewassers mit einem Salzgehalt von über 32‰ und des Oberwasserabflusses der Weser, dessen Salzgehalt unter 1 ‰ liegt, bildet sich im Weserästuar eine Übergangsbereich zwischen diesen beiden Extremen, die Brackwasserzone. Die Lage dieser Zone und ihre Ausdehnung ist von vielen Einflussfaktoren abhängig. Die dominierenden Faktoren sind die Wasserstände und der Oberwasserabfluss. Durch Ebbe und Flut kommt es bei jeder Tide zu einer Verschiebung der Brackwassergrenzen um ca. 15 km. Dieser täglicher Veränderung ist der Einfluss des Oberwassers überlagert, der über 30 km ausmachen kann und sich innerhalb von Tagen oder Wochen einstellt. Starke kurzfristige Verschiebung der Brackwasserzone treten bei Sturmfluten auf.

Einflussfaktoren auf den Salzgehalt

Es gibt eine Reihe von "Nutzern" der Weser, für die die Salzgehalte, ihre Variation und die zeitliche und räumliche Entwicklung auch besonders im Zusammenhang mit den Ausbauvorhaben von Interesse ist. Neben der Landwirtschaft, die Weserwasser zur Tränke und Viehkehrung benötigt, und der Schifffahrt, bei der sich durch Veränderungen der Dichte des Wassers der Auftrieb und damit der Tiefgang verändert, reagiert die Flora und Fauna in und an der Weser mehr oder weniger empfindlich auf Veränderungen des Salzgehaltes.

Beispiele für Längsprofile des Salzgehaltes für niedrigen, mittleren und sehr hohen Oberwasserabfluss und mittlere Tideverhältnisse. Der Verlauf ist jeweils für Flutstromkenterung und mehrere Stunden vor und danach dargestellt.

Salzgehaltslängsprofil bei niedrigem Abfluss

Salzgehaltslängsprofil bei mittlerem Abfluss

Salzgehaltslängsprofil bei sehr hohem Abfluss